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10.03.2005
Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe – Start der Umweltverträglichkeitsuntersuchung zur Elbvertiefung
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg und das Amt Hamburg Port Authority der Behörde für Wirtschaft und Arbeit haben jetzt gemeinsam den Auftrag für die Umweltverträglichkeitsunter- suchung der geplanten Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe vergeben. Damit ist dieses für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens wichtige Projekt einen wesentlichen Schritt vorangebracht worden.
Die wirtschaftliche Zukunft des Hamburger Hafens hängt ganz entscheidend auch von den Tiefgangsverhältnissen auf Unter- und Außenelbe ab. Um drastische Umschlagseinbußen und Arbeitsplatz- verluste zu verhindern, ist angesichts einer fortschreitenden Tiefgangszunahme großer, weltweit verkehrender Containerschiffe ein erneuter Fahrrinnenausbau dringend erforderlich. Für die Planung des Vorhabens wurde von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und vom Amt Hamburg Port Authority ein gemeinsames „Projektbüro Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe“ gegründet.
Das Projektbüro hatte zunächst Voruntersuchungen durchgeführt, mit denen die grundsätzliche Machbarkeit einer weiteren Vertiefung der Fahrrinne aus hydrologischer und ökologischer Sicht bestätigt werden konnte. Jetzt geht es in einem weiteren Arbeitsschritt darum, mit einer detaillierten Planung und Untersuchung des Fahrrinnenausbaus das für die Genehmigung des Vorhabens erforderliche Planfeststellungsverfahren vorzubereiten. Dies beinhaltet eine Begründung des wirtschaftlichen Bedarfs, die technische Detailplanung, eine umfassende Umwelt- verträglichkeitsuntersuchung (UVU) sowie einen Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) zur Darstellung der erforderlichen ökologischen Kompensationsmaßnahmen.
Auf der Grundlage eines EU-weiten Teilnehmerwettbewerbs wurde nun der Auftrag zur Erarbeitung der UVU und des LBP an eine Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen IMS Ingenieurgesellschaft und IBL Umweltplanung vergeben. Im Rahmen der UVU werden - so ist es rechtlich vorgeschrieben - die Auswirkungen des Vorhabens auf nahezu alle Umweltaspekte im Detail ermittelt. Das bedeutet, dass nicht nur die möglichen Ausbaufolgen auf Tiere, Pflanzen, Wasser, Boden, Luft, sondern auch auf die Deichsicherheit im Rahmen der UVU ermittelt werden. Zentrale Grundlage der Prognose der Umweltfolgen ist die vorherige Ermittlung der hydrologischen Auswirkungen des Fahrrinnenausbaus, also die Beantwortung der Frage, welche Änderungen der Tidewasserstände, der Strömungen und der morphologischen Vorgänge durch die Vertiefung verursacht werden. Diese hydrologischen Untersuchungen werden von der Bundesanstalt für Wasserbau, Dienststelle Hamburg durchgeführt.
Mit dieser sehr umfassenden und sorgfältigen Ermittlung der Umweltfolgen wird gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für die Planung eines möglichst auswirkungsarmen und damit umweltfreundlichen Fahrrinnenausbaus geleistet. Planungsziel ist es, neben der Vermeidung von negativen Umweltfolgen in jedem Fall ausbaubedingte Beeinträchtigungen der Hochwassersicherheit zu verhindern.
Die Arbeiten für die gesamte UVU und den LBP sollen bis Anfang 2006 abgeschlossen sein.