Die Anwesenden ließen sich über den aktuellen
Stand der Planungen für die Fahrrinnenanpassung unterrichten und
einigten sich über die Bewertung der vorangegangenen
Fahrrinnenanpassung im Jahr 1999:
- Die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für
die Fahrrinnenanpassung aus dem Jahr 1999 sind weitgehend umgesetzt und
werden weiterverfolgt.
- Von einer Ausnahme am Pegel Cuxhaven
abgesehen, ist nicht zu beobachten, dass die ausbaubedingten
Wasserstandsveränderungen die prognostizierten Werte überschreiten.
- Der Sauerstoffgehalt der Tideelbe hat sich durch die Fahrrinnenanpassung von 1999 nicht geändert.
- Die Veränderungen der Salzgehalte bewegen sich im Prognoserahmen.
- Belastbare Daten über einen gestiegenen
Unterhaltungsumfang in den mit Schutzauflagen versehenen Häfen liegen
nicht vor bzw. waren nicht zu erhalten. Die Unterhaltung der Häfen
erfolgt heute in gleicher Weise, wie in den vergangenen Jahren.
Die Teilnehmer begrüßen einhellig Vorschläge
der WSD-Nord, klare Verantwortlichkeiten bei der Uferunterhaltung zu
schaffen. Die WSD wird hierzu mit den Ländern Niedersachsen,
Schleswig-Holstein und Hamburg sowie den Deichverbänden die Verhandlung
mit dem Ziel weiter führen, zeitnahe konkrete Vereinbarungen zu
erzielen. Dabei sollen auch Lösungen zur Verbesserung der Situation im
Bereich Otterndorf einbezogen werden.
Auf dem Treffen informierte Senator Uldall
auch über die Aufstockung des Hamburger Anteils am Elbefonds. Die Freie
und Hansestadt Hamburg wird ihren Beitrag für das Kapital der im April
2006 beschlossenen öffentlich-rechtlichen Stiftung „Elbefonds“ von fünf
auf zehn Millionen Euro verdoppeln. Hamburg ist damit zunächst
alleiniger Geldgeber für den Fonds. Der so geschaffene beachtliche
Kapitalstock wird für Zustiftungen von dritter Seite weiterhin offen
sein. Die kleinen Sportboothäfen entlang der Unter- und Außenelbe
können damit auf die Unterstützung des Hamburger Senats zählen.
Gemeinsames Ziel ist es, die Stiftung bis spätestens zum Herbst dieses
Jahres zu errichten. Unterstützt werden solche Häfen, die eine
nennenswerte Bedeutung für den Sportbootverkehr oder den Tourismus
haben. Der Arbeitskreis „Verschlickung der kleinen Häfen“ hat sich
bereits auf eine Liste von etwa 80 förderfähigen Häfen im Tidebereich
der Elbe geeinigt. Die Minister und Staatssekretäre aus Niedersachsen
und Schleswig-Holstein begrüßen die Initiative des Hamburger Senats.
Die Anwesenden verständigten
sich abschließend darauf, das laufende Planfeststellungsverfahren über
die geplante Fahrrinnenanpassung in der Unter- und Außenelbe weiter
konstruktiv zu begleiten und in absehbarer Zeit erneut zusammentreffen.
An dem Gespräch im Rathaus nahmen Senator Gunnar Uldall (Präses der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg), Senator Axel Gedaschko (Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg), Minister Walter Hirche (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Minister Hans-Heinrich Sander (Niedersächsisches Umweltministerium), Staatssekretärin Karin Wiedemann (Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein), Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein) sowie Präsident Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte (Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord) teil.
Rückfragen an:
Behörde für Wirtschaft und ArbeitPressesprecherArne von MaydellTel: 040/428 41 3015Fax: 040/4279 41 481E-Mail:
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