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25.01.2007
Erneuter Umschlagrekord für den Hafen Hamburg im Jahr 2006: Rund 135 Millionen Tonnen Gesamtumschlag und 8,9 Millionen Container (TEU)
Hamburg baut seine Position als größter europäischer Containerhafen für den Handel mit China, Osteuropa und den Ostseeraum aus. Im Jahr 2006 nahm der Seegüterumschlag im Hamburger Hafen insgesamt um 9 Mio. t (7,3 Prozent) zu und erreichte mit rund 135 Mio. t einen neuen Umschlagrekord.
Hauptwachstumsträger war auch 2006 wieder der Containerverkehr. Im Containerumschlag wurden 89,5 Mio. t bzw. 8,9 Mio. Container (TEU) in Hamburg gelöscht und geladen. Dies entspricht einem Wachstum von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei der Betrachtung der Anzahl der tatsächlich mehr umgeschlagenen Container (TEU) für das Jahr 2006 in den großen Containerhäfen der Nordrange (Antwerpen, Rotterdam, Bremen und Hamburg) fällt auf, dass Hamburg mit 774.000 TEU den höchsten Zuwachs verzeichnete. Der Containerumschlag der nordeuropäischen Häfen wuchs 2006 im Mittel um 8,6 Prozent und der Gesamtumschlag um 4,7 Prozent. 

Der Containerisierungsgrad für Stückgüter hat in Hamburg die Marke von 97,2 Prozent erreicht (Vorjahr: 96,8 Prozent). Der Umschlagbereich „konventionelle Stückgüter", das sind Güter, die z.B. wegen Sperrigkeit nicht in Containern transportiert werden können, schnitt 2006 insgesamt etwas schwächer ab als im Vorjahr und erreichte mit 2,6 Mio. t nicht ganz das Vorjahresergebnis in Höhe von 2,7 Mio. t. 

Im Massengutverkehr wurden in Deutschlands größtem Universalhafen 2006 insgesamt 42,7 Mio. t umgeschlagen. Dies  entspricht einem Zuwachs von 2,7 Mio. t bzw. 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  

Hamburgs Senator für Wirtschaft und Arbeit, Gunnar Uldall, äußerte sich anlässlich der Hafen Hamburg Marketing e.V. Jahres-Pressekonferenz : „Ich freue mich, dass wir auch für das Jahr 2006 mit einer Zuwachsrate von 9,6 Prozent beim Containerumschlag das durchschnittliche Wachstum in den anderen nordeuropäischen Häfen übertreffen konnten. Der ungebrochene Erfolg zeigt, dass der Hamburger Hafen weiter investieren muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Stadt hat den Ausbau der Infrastruktur und des Hafens bereits begonnen und wird in den nächsten Jahren bei der Optimierung der bestehenden Flächen sowie beim Bau eines neuen Containerterminals im Mittleren Freihafen weitere Investitionen realisieren. Gleichzeitig arbeiten wir für die Elbvertiefung und machen die Verkehrsverbindungen im Hafen fit für die zunehmenden Hinterlandverkehre. Nach Abschluss der erneuten Elbvertiefung können Seeschiffe mit einem maximalen Tiefgang von 13,50 m (Salzwasser) den Hamburger Hafen tideunabhängig bedienen. Die tideabhängigen Tiefgänge unter Berücksichtigung der Flut sind dann 14,50 m ausgehend und 15,90 m einkommend. Diese Maßnahmen sind ein Beitrag zur Zukunftssicherung des Hafens und aller direkt und indirekt vom Hamburger Hafen abhängigen Arbeitsplätze. Allein im Zeitraum 2001 bis 2005 stieg die Anzahl der vom Hafen abhängigen Arbeitsplätze von 145.000 auf 154.000. Diese positive Entwicklung setzte sich auch 2006 fort."  

Hafen Hamburg Marketing Vorstand, Dr. Jürgen Sorgenfrei, erläuterte während der Präsentation der Hafenumschlagergebnisse 2006: „Der Zuwachs von 9,6 Prozent im Containerverkehr via Hamburg liegt fast einen Prozentpunkt über dem von namhaften Instituten prognostizierten weltweiten Wachstum im Containerverkehr, das bis zum Jahr 2015 im Mittel jährlich 9,0 Prozent betragen soll. Trotz der erheblichen Belastungen durch die Ausbauvorhaben auf den HHLA Containerterminals und dem Eurogate Containerterminal Hamburg konnten insgesamt an allen Terminals in Hamburg 774.000 Container (TEU) mehr umgeschlagen werden als im Vorjahr. Das ist im Vergleich mit den anderen Nordrangehäfen erneut ein Spitzenergebnis. Antwerpen steigerte seinen Containerumschlag um 531.000 TEU, Rotterdam erreichte ein Wachstum von 313.000 TEU und Bremen/Brhv. erzielte ein Wachstum von 738.000 TEU. Damit verzeichnet Hamburg den höchsten absoluten Zuwachs in der Range der Nordhäfen." 

Zur Schiffsgrößenentwicklung berichtete Dr. Sorgenfrei: „Vor dreieinhalb Jahren verzeichneten wir weltweit noch keine Containerschiffe mit einer TEU-Ladekapazität von mehr als 7.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer). Heute sind bereits 118 dieser so genannten Post-Panamax Schiffe, die beispielsweise im Fernostverkehr auch regelmäßig den Hamburger Hafen anlaufen, im Einsatz und weitere 165 sind geordert. Die Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe für diese Schiffsgrößen ist für den Hamburger Hafen von größter Bedeutung."
Auch im Jahr 2006 konnte der Hamburger Hafen seinen Marktanteil unter den nordeuropäischen Häfen im Containerverkehr weiter ausbauen und sich die achte Position unter den weltgrößten Containerhäfen sichern. 


Das Jahr 2006 brachte Hamburg noch mehr Asien- und Fernostla-dung - der Chinaverkehr boomt und bescherte der Elbmetropole ein Rekordergebnis von 2,6 Mio. TEU 

Der Containerverkehr Hamburgs mit den Fahrtgebieten Ostasien und Südostasien verzeichnete im Jahr 2006 jeweils zweistellige Zuwachsraten. Insgesamt wurden via Hamburg rund 4,8 Mio. TEU im Verkehr mit Asien umgeschlagen.
Allein im Chinaverkehr, Hamburgs bedeutendsten Handelspartner, wurden 2,6 Mio. TEU umgeschlagen. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die herausragende Bedeutung, die der Seehafen- und Logistikstandort Hamburg für die Abwicklung der Importe und Exporte im Verkehr mit China und Asien einnimmt, verdeutlicht die Zahl von 29 Vollcontainer-Liniendiensten, die Hamburg wöchentlich mit den Häfen in Fernost verbinden. In der Rangliste der wichtigsten Handelspartner im seewärtigen Außenhandel Hamburgs dominieren seit vielen Jahren die Länder Asiens. Unverändert nimmt die Volksrepublik China die erste Position ein. 

Hamburgs wachsende Bedeutung als Nordeuropas Verteilzentrum im Containerverkehr basiert einerseits auf dem hohen Anteil der lokalen Ladung für die Metropolregion Hamburg und andererseits auf den her-vorragend entwickelten Anbindungen an das deutsche und mitteleuro-päische Hinterland. Ob LKW, Bahn, Feeder- oder Binnenschiff, das für einen Seehafen wichtige Netzwerk der Zu- und Ablaufverkehre ist die Grundlage für Hamburgs weiter zunehmende Bedeutung als Verkehrsdrehscheibe Nordeuropas. Mit einem von der Hamburger Hafenbahn abgewickelten Eisenbahnverkehr von jährlich mehr als 1,6 Mio. TEU (+11,5%) ist Hamburg auch Europas größter Bahnknoten im Containerverkehr. 
Neben der führenden Bedeutung Hamburgs für den deutschen Außenhandel hat sich der Hamburger Hafen inzwischen zum wichtigsten Überseehafen für die Abfertigung der Importe und Exporte der Nachbarstaaten Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarns, Österreichs aber auch des gesamten Ostseeraumes entwickelt. Kurze Distanzen und Beförderungszeiten machen Hamburg zum idealen Gate-Port für die Abwicklung des seeseitigen Außenhandels der mitteleuropäischen Staaten und der Staaten aus dem Ostseeraum.


Hamburg baut seine Position als bedeutendster Containerhafen für die Staaten im Ostseeraum aus   

Im seewärtigen Verkehr zwischen Hamburg und den Staaten im Ost-seeraum wurde 2006 die Rekordmenge von 2,4 Mio. TEU abgefertigt. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 200.000 TEU (+ 11,8 Prozent) gegenüber 2005. In der Top-Ten Liste der wichtigsten Handelspartner des Hamburger Hafens finden sich mit der Russischen Föderation (599.000 TEU) auf Position 3, Finnland  (519.000 TEU) auf Position 4, Schweden (376.000 TEU) auf Position 5 und Polen ( 267.000 TEU) auf Position 7 gleich vier Staaten aus dem Ostseeraum. Die Russische Föderation kletterte mit einem Umschlagergebnis von 599.000 TEU (+ 41,3 Prozent) von Position 4 auf Rang 3.
Der Containerverkehr von/nach Norwegen blieb mit 193.000 TEU auf Vorjahresniveau. Die Containerverkehre mit Dänemark (194.000 TEU) und den Baltischen Staaten Litauen (81.500 TEU), Lettland (79.000 TEU) und Estland (75.000 TEU) verzeichneten alle ein Wachstum.
Neben den hier präsentierten Feederverkehren werden erhebliche Containermengen für den Ostseeraum als Import oder Export auf der Straße und per Eisenbahn in die genannten Staaten transportiert.  


Containerverkehr mit Südamerika erzielte ein Plus von  25,2 Prozent 

Weiter verstärkt hat sich auch die Konzentration der Ladungsströme im Containerverkehr Hamburgs allein mit Südamerikas Ostküste. Mit rund 296.000 TEU, das sind 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr, wurde 2006 ein bedeutender Teil der Südamerika-Ladung von und nach Nordeu-ropa in Hamburg gelöscht und geladen. Die Südamerika-Westküsten-verkehre entwickelten sich mit einem Wachstum von 25 Prozent auf 76.000 TEU ebenfalls positiv. Insgesamt entfielen allein 219.000 TEU (+3,6%) auf den Verkehr mit Brasilien. Brasiliens Wirtschaft sorgt weiter für einen steigenden Außenhandel und nimmt jetzt Position 10 in der Liste der Top-Ten-Handelspartner Hamburgs ein.    Rückgang im Containerverkehr mit Nordamerika  Die Containerverkehre zwischen Hamburg und den Häfen an der Ost-küste der USA und Kanadas erreichten 2006 mit einem Umschlag von 321.000 TEU (-23 Prozent) nicht das Vorjahresergebnis. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf die Verlegung bzw. Einstellung von Liniendiensten nach Nordamerika  zurückzuführen. Die USA befinden sich jetzt nicht mehr in der Rangliste der zehn wichtigsten Handelspartner im seewärtigen Verkehr via Hamburg und belegen Position 14.


Der Umschlag nicht-containerisierter Stückgüter erreichte nicht ganz das Vorjahresergebnis 

Die Umschlagmenge im konventionellen Stückgutverkehr verfehlte im Jahr 2006 mit 2,6 Mio. t knapp das Vorjahresergebnis von 2,7 Mio. t. Der konventionelle Stückgutumschlag bleibt trotz der erneut fortgeschrittenen Containerisierung ein bedeutender Sektor für das Hafengeschäft in Hamburg. Der Containerisierungsgrad hat jetzt in Hamburg 97,2 Prozent erreicht. In Hamburg ergaben sich im letzten Jahr u. a. Ladungszuwächse im konventionellen Stückgutumschlag, weil der Import von Südfrüchten um 22,9 Prozent auf 750.000 t gesteigert werden konnte und regelmäßige Schwergut-Liniendienste mit modernen Spezialschiffen Projektladungen und Schwergutsendungen an den spezialisierten Multipurpose-Terminals laden und löschen konnten.  


Der Massengutumschlag sorgte auch 2006 für ein deutliches Wachstum und erreichte  42,7 Mio. Tonnen. 

Der Massengutumschlag, der im Jahr 2006 rund 43 Mio. t erreichte, verbesserte sich um rund 3 Mio. t bzw. um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Greifergutumschlag (Erze, Düngemittel und vor allem Kohle) blieb mit einem Ergebnis von 22,2 Mio. t und einem Plus von 4,5 Prozent auf dem hohen Vorjahresniveau. Der Bereich Flüssigladung verzeichnete eine Steigerung von 8,5 Prozent und erreichte 14,2 Mio. t. Den Hauptanteil an diesem Zuwachs hatten Mineralölprodukte. Der Sauggutumschlag profitierte vor allem von einem gesteigerten Öl-früchte-Import und Getreide-Export. Mit einem Wachstum von 12,3 Prozent kletterte der Sauggutumschlag auf 6,3 Mio. Tonnen. 

Die Umschlagmenge von rund 43 Mio. t beim Massengutverkehr war die höchste seit 1982 (43,5 Mio. t). Nur zwischen 1979 und 1982 wurden jeweils mehr als 40 Mio. t Massengut in Hamburg umgeschlagen (davon jeweils rund 20. Mio. t Flüssigladung).

Im Sauggutbereich ergab sich im Jahr 2006 ein Volumen von insge-samt 6,3 Mio. t (+ 12,3 Prozent). Bei den einkommenden Verkehren  wurden Zuwächse beim Getreideumschlag (+ 63,2%) verzeichnet. Der Import von Ölfrüchten verzeichnete mit 2,6 Mio.t ein Plus von 3,5 Prozent.  Der Versand von Sauggut erreichte insgesamt 3,1 Mio. t und verbesserte sich um 17 Prozent. Der Getreideexport stieg um 23 Prozent auf 2,2 Mio.t. 

Der Umschlagbereich Greifergut verzeichnete auf der Importseite mit 18,3 Mio.t. ein Plus von 6,7 Prozent. Der Empfang von Kohle und Koks stieg auf 4,9 Mio. t (+4,7%). Die Erzimporte stiegen um 7,8 Prozent auf 11,3 Mio.t. Der Bereich des übrigen Greiferguts kam mit einem Plus von 5,6 Prozent auf 2,1 Mio.t.
Auf der Exportseite zeigte sich bei einem geringen Rückgang von 1 Prozent der Düngemittelversand mit 2,7 Mio. t stabil. Der Bereich  „übriges Greifergut" wies mit 13,4 % und einer Umschlagmenge von 1,1 Mio. t einen leichten Rückgang auf.  


Kreuzfahrtstandort Hamburg gewinnt an Bedeutung 

Der Kreuzfahrtstandort Hamburg gewinnt bei Reedereien sowie bei Passagieren zunehmend an Attraktivität. In der Kreuzfahrtsaison 2006 konnten insgesamt 68 Schiffsanläufe gezählt werden. Die Passagierzahl verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf ca. 75.000. Für die kommende Saison 2007 rechnet der Hamburg Cruise Center e.V. mit 80 Schiffsanläufen und einem Passagiervolumen von über 100.000. Die Schiffstaufe der „AIDAdiva" am 20. April, der Anlauf der „Queen Victoria", der Neubau der Cunard Reederei, und sechs weitere Erstanläufe sind nur einige der insgesamt zu erwartenden Highlights für das Jahr 2007. In diesem Jahr wird sich die Kreuzfahrtsaison in Hamburg bis in den Dezember erstrecken. So bieten mehrere Reedereien erstmalig Weihnachtskreuzfahrten über Hamburg an.  


Ausblick 2007 

Für das Jahr 2007 erwartet Hafen Hamburg Marketing e.V. ein positives Ergebnis im seeseitigen Hafenumschlag. Der Gesamtumschlag wird auf rund 140 Mio. Tonnen eingestuft. Für den Bereich Containerumschlag geht Hafen Hamburg Marketing e.V. von einem Plus zwischen 5 und 9 Prozent aus und erwartet ein Umschlagergebnis um die 9,5 Mio. TEU.



Hafen Hamburg Marketing e.V.
Mattentwiete 2, 20457 Hamburg
Bengt van Beuningen
Kommunikation / Information
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Tel.: 040 / 377 09 - 110
Fax: 040 / 377 09 - 199
Hamburg, 25.01.2007