Zukunft Elbe Startseite
05.11.2004
Information und Dialog über den Fahrrinnenausbau von Unter- und Außenelbe: Neue Initiative Zukunft Elbe gegründet
Über die wirtschaftliche Notwendigkeit des Elb-Ausbaus herrscht unter Fachleuten Einigkeit. Um die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und umfassend über den geplanten Fahrrinnenausbau und seine wirtschaftlichen und ökologischen Belange zu informieren, hat sich jetzt die Initiative Zukunft Elbe gegründet.
Hamburg, 5. November 2004. Seit Mitte September herrscht Klarheit: Die Hauptuntersuchung zum geplanten Ausbau der Elb-Fahrrinne kann beginnen. Um die Öffentlichkeit über die nächsten Schritte zu informieren und Transparenz bei der Planung zu schaffen, hat sich jetzt die Initiative Zukunft Elbe gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit (BWA), der Handelskammer Hamburg (HK) sowie des Unternehmensverbands Hafen Hamburg e.V. (UVHH). Die Initiative verfolgt insbesondere das Ziel, den Dialog mit der Bevölkerung im Unterelberaum aufzunehmen. Damit sollen diese über die Dringlichkeit und Notwendigkeit des Ausbaus informiert werden. „Der Hamburger Hafen ist für die gesamte Hamburger Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Jeder neunte Beschäftigte in Hamburg und rund 50.000 Arbeitsplätze in der Region hängen direkt oder indirekt vom Hafen ab.
Wir müssen also alles tun, um den Jobmotor Hafen für die Zukunft fit zu machen“ erklärt Dr. Karl-Joachim Dreyer, Präses der Handelskammer Hamburg, zu den Absichten der Initiative. „Hamburg ist mit seinem Umschlagsvolumen von 106,3 Millionen Tonnen (2003) nicht nur der mit Abstand größte Seehafen Deutschlands und der drittgrößte Universalhafen Europas, sondern konnte sich weltweit unter den zehn größten Containerhäfen etablieren“, erläutert Heinz Papenhagen, Präsident des Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V.. „Wir brauchen den Fahrrinnenausbau, damit Hamburg mitsamt der Metropolregion seine Spitzenposition im Welthandel behält und ausbauen kann.“ Den Initiatoren ist bewusst, dass eine zeitnahe Umsetzung des Projekts nur mit einer transparenten Planung gelingen kann. In Gesprächen mit den Betroffenen vor Ort wird die Initiative deshalb den direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern im Unterelberaum aufnehmen. „Wir wollen mit dieser klaren und umfassenden Information die Fragen der Bevölkerung beantworten. Denn die Voruntersuchungen zeigen, dass die Auswirkungen auf das Ökosystem Elbe minimal bleiben“, erklärt Dr.-Ing. Hans-Gerhard Knieß, Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord. Konkret zu den Aktivitäten erläutert Dr. Hans P. Dücker, Hamburger Hafenbaudirektor: „Informationsbroschüren, die Präsenz im Internet und viele Gespräche mit Betroffenen vor Ort sind die entscheidenden Bestandteile unserer Arbeit in der Initiative Zukunft Elbe. Insbesondere der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern wird dazu beitragen, dass wir einen Fahrrinnenausbau planen, der den vielfältigen Interessen in der Unterelberegion angemessen Rechnung trägt.“ Die Internetplattform ist im Internet unter www.zukunftelbe.de zu finden. Dort kann sich jeder einen Überblick über das Projekt verschaffen oder die Broschüre „Die Elbe – Lebensader der Region“ herunterladen.