|
Von voraussichtlich 90 Einheiten geht das Hafen-Hamburg-Marketing e.V. (HHM) in diesem Jahr aus, 2008 waren es nur 29. «Wir erwarten eine Verdreifachung der Anläufe von Grosscontainerschiffen gegenüber dem Vorjahr», sagte Claudia Roller, seit April 2008 Vorstand des Hafen-Hamburg-Marketing e.V. (HHM), kürzlich in Hamburg. Konkret heisst das: Statt 29 solcher Schiffsanläufe im vergangenen Jahr sollen es dieses Jahr voraussichtlich bis zu 90 Einheiten werden.
Weniger Anläufe - mehr Einnahmen
Dabei stellt die Hamburg Port Authority (HPA) bei der Schiffsgrössenentwicklung einen klaren Trend fest: Weniger Schiffsanläufe, dafür aber immer größere Einheiten. So wurden im 1. Quartal
2009 in Hamburg 8034 Schiffsanläufe registriert nach 9561 im
Vergleichsquartal des Vorjahres. Die geringere Anzahl spiegelt sich
indes nicht bei den Hafenentgelteinnahmen wider, versicherte Tino
Klemm, Leiter Finanzen und Immobilien, bei der HPA. «Wir bewegen uns
auf Vorjahresniveau», sagte er auf Anfrage von ITZ-Korrespondent
Eckhard-Herbert Arndt. Eine weitere plausible Erklärung gebe es für
diese Entwicklung allerdings auch: Hamburg hat zum 1. März die
Hafenentgelte erhöht - um 4%. Da zudem die Berechnungsgrundlage für die Hafenentgelte die Bruttoraumzahl
(BRZ) ist, erhöhen sich die Einnahmen quasi automatisch mit der Zunahme
der Schiffsgrössen. Die HPA geht davon aus, dass mit den
Baggermassnahmen zur Elb-Fahrrinnenanpassung im Laufe des ersten
Halbjahres 2010 gerechnet werden könne. Die Zeit dränge, mahnte
HHM-Vorstand Claudia Roller: «Wir brauchen die Elbvertiefung, um
weiterhin attraktiv für die Reeder zu sein», sagte sie.
Eckhard-Herbert Arndt/tof - ITZ
|