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Mit dem Hamburger Hafen ist Deutschland zum Globalisierungsgewinner und Exportweltmeister geworden – er ist einer der wichtigsten Jobmotoren unserer Volkswirtschaft.

Über 90% des weltweiten Warentransportes gehen über Wasser. Hamburg als der mit Abstand bedeutendste Hafen Deutschlands bewegt den größten Anteil der deutschen Im- und Exporte. Sein Angebot leistungsfähiger und kostengünstiger Anbindungen zum Seetransport ist Basis für die herausragende Stellung des „Exportweltmeisters“ Deutschland auf den Weltmärkten. Als östlichster Hafen der „Nordrange“ Antwerpen– Rotterdam– Bremen– Hamburg bindet er das Potenzial der neuen EU-Mitgliedsländer im Osten in die Wirtschaftskraft Europas ein.

Der Hamburger Hafen ist der wichtigste Jobmotor im norddeutschen Raum. Durch die enge Verknüpfung des Hafens mit den Verteilzentren der Logistikbranche strahlt seine Beschäftigungswirkung auf ganz Deutschland aus. In der Metropolregion Hamburg beschäftigt der Hafen derzeit ca. 156.000 Personen. Ein Drittel davon lebt in den Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Deutschlandweit sind ca. 258.000 Arbeitsplätze vom Hamburger Hafen abhängig.

Der expandierende Welthandel ermöglicht dem Hafen im Containerverkehr derzeit zweistellige Wachstumsraten. Das liegt weit über dem durchschnittlichen deutschen oder europäischen Wirtschaftswachstum. Hamburg hat alle Chancen, seinen Containerumschlag bis 2015 noch einmal zu verdoppeln und dann rund 70% aller in deutschen Seehäfen ankommenden Container umzuschlagen.



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Das Hafenwachstum stärkt insbesondere innovative, mittelständisch strukturierte Unternehmen mit guter Wettbewerbsperspektive und stabiler Beschäftigung.


Hafenwirtschaft heißt zumeist: Mittelstand. Neben den beiden großen Umschlagsunternehmen Hamburger Hafen Logistik Aktiengesellschaft (HHLA) und Eurogate wirken im Hamburger Hafen rund 350 Einzelunternehmen. Hinzu kommen zahlreiche Dienstleister wie Ausrüster, Zertifizierungsbüros, Versicherer, Anwälte etc., die in der Stadt oder dem Umland ansässig sind und wesentliche Anteile ihres Umsatzes im Hafengeschäft erwirtschaften.

Da das Hafengeschäft international ist, stehen auch diese kleinen und mittleren Unternehmen in direkter Verbindung mit den Weltmärkten. Dies erweitert ihre Marktchancen und stärkt ihre Kompetenzen. Hamburgs mittelständische Hafendienstleister gehören zu den besten und wettbewerbsfähigen Unternehmen dieser Branche weltweit. Ihr Erfolg ist in hohem Maße beschäftigungswirksam.

Ein wettbewerbsfähiger Welthafen ist daher die beste Mittelstands- und Beschäftigungsförderung, die sich denken lässt. Er schafft neue Märkte, zukunftsfähige Arbeitsplätze und ein stabiles, stetig steigendes Steueraufkommen für die Region.


3.   

Mit der Fahrrinnenanpassung wird die erreichte Marktstellung des Hafens gesichert und das große Potenzial für sein weiteres Wachstum tatsächlich ausgeschöpft.

Der Seetransport von Containern ist umso wirtschaftlicher, je mehr Einheiten auf demselben Schiff transportiert werden – je geringer also die Transport-Stückkosten sind. In der Folge vergrößern sich die Schiffe und die Tiefgänge in der weltweiten Containerflotte.

Der Trend zu größeren Schiffen wird sich besonders stark auf Handelswegen ausprägen, auf denen ein großes Ladungsvolumen im regelmäßigen Liniendienst bewegt wird.
Ein solcher Weg ist die Ostasien-Fahrt, die in Hamburg für rund die Hälfte des gesamten Containerumschlags sorgt.

Diese führende Stellung Hamburgs in der Ostasien-Fahrt muss gesichert werden. Sie ist die wichtigste Basis des gegenwärtigen und künftig möglichen Hafenerfolgs. Den zunehmend größeren Schiffen auf dieser Strecke muss also durch eine geeignete Fahrrinnenanpassung der Zugang zum Hafen unter wirtschaftlichen Bedingungen ermöglicht werden.



4.   

Verzicht auf die Fahrrinnenanpassung bedeutet Verzicht auf Wachstum und Verlust von Markanteilen.

Ohne Fahrrinnenausbau verzichtet die Region auf die Wachstumspotenziale des Ostasienhandels. Dazu kommen aber auch Verluste: Reeder werden, wenn sie ihre Schiffe nur noch mit unwirtschaftlicher Teilbeladung nach Hamburg schicken können, Ladung zu den Hauptkonkurrenten Antwerpen und Rotterdam umlenken.



Sinkende Umschlagzahlen bewirken, dass der Hafen mittelfristig die Kraft zu seiner ständigen Modernisierung verliert. Kostenintensive Infrastrukturanpassungen z.B. im Terminalbau werden nicht mehr bezahlbar sein. Für hochspezialisierte, innovative Dienstleistungsangebote wird die Kundenzahl nicht mehr reichen. Damit verschlechtert sich die Wettbewerbsfähigkeit weiter – Hamburg bewegt sich in einer Abwärtsspirale zu einem Hafen zweiter oder dritter Klasse.



Mit einem stagnierenden oder gar rückläufigen Hafenumschlag in Hamburg kann die deutsche Seeverkehrswirtschaft in Summe nur verlieren. Damit würde den westlichen Nachbarhäfen in Bremen, Bremerhaven und in Wilhelmshaven keine Ladung zugeführt, sie würden im Gegenteil sogar geschwächt. Die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens ist die wichtigste Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit des norddeutschen Hafenverbunds in seiner Gesamtheit.


Hamburg Express